Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.
Die große Kamelfamilie
 
Die große Kamelfamilie
 
 
Es gibt verschiedene Arten von Kamelen. Jeder hat bestimmt schon mal von einem Trampeltier gehört, und im Vergleich dazu noch nichts von einem Guanako. Zu den Kamelarten zählen weiter auch das Alpaka, Lama, Vikunja, und das Dromedar.
 
 
Kamele sind für viele von uns geheimnisvolle Wesen. Sie gehören im Grunde genommen nicht in unsere Welt und trotzdem begegnen wir ihnen immer häufiger. Das liegt daran, dass die Kamele nach und nach die ganze Erde erobern.
 
 
Es gibt Kamele der neuen Welt und der alten Welt. In Arabien und Asien, die zur alten Welt gehören, findet man die typischen Kamelarten, die uns allen geläufig sind. Das sind einerseits das Dromedar, welches lediglich einen Höcker besitzt, und andererseits das Trampeltier mit zwei Höckern. Die neue Welt hat eine größere Artenvielfalt vorzuweisen. Während die Lamas und Alpakas zu den Haustieren in Südamerika gehören, findet man die Vikunjas und die Guanakos in der freien Wildbahn.
 
 
Die Kamelarten der neuen und alten Welt entwickelten sich völlig unabhängig voneinander. Das kann man vor allem an ihrem Aussehen erkennen. Während Dromedar und Trampeltier eher groß und gemütlich sind, sind Lama, Alpaka und Co. klein, zierlich und temperamentvoll.
 
 
Die Vikunjas sind die kleinsten Kamele, die es gibt, während das Trampeltier das größte lebende Kamel ist. Der Körperbau ist allerdings bei allen Kamelen gleich. Daher werden die Kamele der neuen und der alten Welt trotz der großen räumlichen Trennung in eine Tierfamilie eingeordnet. Allen Kamelen sind der dünne, lange Hals, der im Verhältnis zum Körper recht kleine Kopf und die langen, schlanken Beine gemein. Zudem bewegen sich alle Familienmitglieder im Passgang. Das Trampeltier und das Dromedar haben ein Merkmal, welches nur die Kamele der Alten Welt besitzen: Sie weisen Höcker auf, die Fett speichern. Mit diesem Speicher können sie extrem lange ohne Nahrung und Wasser aushalten. Eine Lebensversicherung in ihren Herkunftsgebieten, die in den trockenen Zonen Arabiens, Asiens und Nordafrika liegen.
 
 
Ihre Domestikation begann bereits 3000 Jahre vor Christus. Das Dromedar ist gegenwärtig lediglich in der domestizierten Form vorhanden. Es wird vermutet, dass die letzten, ursprünglichen Dromedare seit über 2000 Jahren ausgestorben sind. Auch die Wildbestände der Trampeltiere gingen in den letzten Jahrtausenden erheblich zurück. In China und der Mongolei soll es einige wenige frei lebende Trampeltiere geben. Alpakas, Lamas, Vikunjas und Guanakos haben ihre Herkunft ebenfalls in einem extremen Lebensraum. Sie verfügen über ausreichend Wasser und Nahrung, müssen dafür aber niedrige Temperaturen überstehen können, da sie in den Hochgebirgen Südamerikas beheimatet sind. Die Alpakas und Lamas wurden domestiziert und werden hauptsächlich wegen ihrer Wolle und ihres Fleisches gehalten. Erwiesen ist, dass die Lamas aus den Guanakos gezüchtet wurden. Ob allerdings die Vikunjas an der Haustierwerdung der Alpakas beteiligt waren, ist bis heute noch nicht endgültig geklärt.
 
 
 
Das Vikunja ist vom aussterben bedroht!
 
 
 
 
Autorin: Katharina Laub
 
   
 

Lama

 

Das Lama ist schöner anzusehen als das ihm nah verwandte Dromedar, hat aber den gleichen "hochmütigen" Gesichtsausdruck.

Körpermaße
Schulterhöhe: 110 - 120 cm
Gewicht: 120 - 150 kg

Fortpflanzung
Geschlechtsreife: meist mit 2 Jahren
Paarungszeit: August/September
Trächtigkeitsdauer: 11 - 12 Monate
Anzahl der Jungen: 1

Lebensweise
Verhalten: gesellig, umgänglich, manchmal jedoch auch störrisch
Nahrung: Gräser, krautige Pflanzen, Sträucher und Flechten

Quelle: Kamelhof Rotfelden