Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.
Über Alpakas
 
Das Alpaka 
 Stute YlvieStute Ylvie
 
Das Alpaka gehört zur Gattung der in Südamerika beheimateten Neuweltkameliden. Sein lateinischer Name lautet Vicugna pacos. Nach neueren Erkenntnissen stammt das Alpaka vom Vikunja ab. Die südamerikanischen Kamelarten können sich jedoch auch untereinander paaren; deshalb sind die Abstammungsverhältnisse nicht so einfach zu klären.
 
Wie die anderen Kamele ist auch das Alpaka ein genügsames, dazu noch sehr ruhiges und friedliches Tier, das sich in der Hauptsache von Gras und Heu ernährt. Es wurde wie das Lama schon etwa 3000 Jahre vor Christus domestiziert, d. h. zum Haustier. Im Gegensatz zum Lama wird es jedoch ausschließlich wegen seiner hochwertigen Wolle genutzt. Das Alpaka ist kleiner als das Lama und erreicht nur ein Gewicht von etwa 60 bis 80 kg. Auch das Alpaka ist in unterschiedlichen Farben zu finden, von weiß über beige und braun bis zu grau und schwarz. Ebenso gibt es gescheckte Tiere. Aufgrund seines friedlichen Charakters kann das Alpaka auch in der tiergestützten Therapie, bei Menschen mit einer Behinderung oder einer Traumatisierung, eingesetzt werden.
 
Einmal im Jahr (im Frühling) wird das Alpaka geschoren. Die Wolle kann zu einem hochwertigen Garn versponnen werden, welches zu wärmenden Pullovern, Jacken, Mützen, Mänteln, Socken und Steppdecken verarbeitet werden kann. Schon bei den Inkas war ein Mantel aus Alpaka-Wolle ein Zeichen des Wohlstandes. Allerdings brachten die spanischen Eroberer Schafe ins Land, welche die einheimischen, nicht so ertragreichen Alpakas verdrängten. Dadurch wurde das Alpaka zum Nutztier der armen Bevölkerung in den entlegenen Hochtälern und Hochebenen der Anden. Zeitweise war sein Aussterben zu befürchten. Inzwischen aber hat man den höheren Wert der Alpakawolle wieder erkannt. Durch entsprechende Zuchtprogramme gibt es heute ca. 3 Millionen Alpakas, vorwiegend in Peru, Bolivien und Chile. Auch in Nordamerika, Australien, Neuseeland und Europa werden in der Zwischenzeit hochwertige Alpakas gezüchtet.
 
Es gibt zwei Typen von Alpakas, das Huacaya und das Suri, die sich in der Struktur ihrer Wollfaser unterscheiden. Die Huacayawolle hat gleichmäßig gekräuselte Fasern, wobei die Grannen (Deckhaare) gröber sein können und dann ausgekämmt werden müssen. Beim Suri sind die Fasern glatt und nicht gekräuselt. Das Suri ist wesentlich seltener als das Huacaya.
Das Alpaka ist ein sehr genügsames und robustes Tier, welches auch bei uns in Deutschland relativ problemlos gehalten und gezüchtet werden kann.